HELDEN - EIN NEUER BLICK AUF DIE KUNST AFRIKAS

26. Februar bis 3. Juni 2012

Zu allen Zeiten haben sich Künstler der Herausforderung gestellt, bedeutende Persönlichkeiten als Skulpturen nachzubilden. Die Ausstellung zeigt am Beispiel von acht Kunstregionen in West- und Zentralafrika die künstlerische Darstellung von Persönlichkeiten, die sich als Helden – seien dies Staatsgründer, Kriegshelden oder vom Volk verehrte Königinnen und Monarchen – auszeichneten und die aus Mythologie, Literatur, mündlicher Tradition und Geschichte bekannt sind. Die Ausstellung und der begleitende Katalog ergründen die Darstellung des Individuums in seinem ursprünglichen kulturellen Kontext und legen damit einen Meilenstein in der Erforschung der Kunst Afrikas. Die vom Metropolitan Museum of Art New York, konzipierte und vom Museum Rietberg neu inszenierte Schau präsentiert Skulpturen von Herrschern und weiteren prägenden Persönlichkeiten aus vorkolonialer Zeit. Die Ankunft der Europäer als Händler und später als Kolonisatoren führte dazu, dass viele dieser Darstellungen aus ihrem ursprünglichen Kontext gerissen wurden und in westliche Sammlungen gelangten. Dort wurden sie dann als anonyme Figuren beurteilt und als «zeitlose» Kunsterzeugnisse bewundert. Den verlorengegangenen Kontext der Porträtskulpturen wiederherzustellen oder wenigstens so umfassend wie möglich zu erforschen, hat sich die Ausstellung zum Ziel gesetzt. Mit Attributen wie Insignien, Schmucknarben oder kunstvollen Frisuren charakterisierten die Künstler eine gefeierte Würdenträgerin oder einen grossen Jäger, deren Andenken von den Bewohnern in den Gemeinschaften hochgehalten wurde. Dank der Interpretation dieser Attribute, der genauen Analyse der ikonographischen Details, sowie der Erforschung des ursprünglichen historischen und gesellschaftlichen Kontexts ist es möglich, Porträtskulpturen neu zu interpretieren, oft sogar zu identifizieren und damit einen neuen Blick auf die Kunst Afrikas zu werfen. Die Ausstellung macht ebenfalls deutlich, dass das naturalistische Porträt, das gemeinhin als Errungenschaft der traditionellen europäischen Kunst betrachtet wird, in Afrika sehr wohl bekannt war und bereits im 13.bis 15. Jahrhundert in der Kunst von Ife einen Höhepunkt erreichte.

Der Aufbau der Ausstellung
Den Einstieg in die Ausstellung bildet die Gegenüberstellung eines Standbildes eines vornehmen Beamtenpaares aus einer altägyptischen Grabkammer mit Abbildern römischer Kaiser sowie mit Porträts von Edo-Königen aus der Stadt Benin im heutigen Nigeria. Diese Konfrontation macht deutlich: Das idealisierte Bild von bedeutenden Persönlichkeiten wird in der klassischen Antike und in der höfischen afrikanischen Kunst gleichermassen zelebriert. Den eigentlichen Auftakt zur Ausstellung bestreitet die frühe höfische Yoruba-Kunst in der Stadt Ife (12. – 15. Jahrhundert). Die in Terrakotta und Bronze geschaffenen Werke zeigen sensibel geformte, höchst naturalistisch anmutende Idealporträts von Fürsten und Königsmüttern. Ab dem 15. Jahrhundert übernehmen die benachbarten Edo am Hofe von Benin diese Porträt-Kunst für ihre Könige, wobei das menschschliche Gesicht einen strengeren, stärker stilisierten Ausdruck gewinnt. Auch hier dominieren Werke aus Ton, Elfenbein und Gelbguss – Materialien, die im Gegensatz zu Skulpturen aus Holz die Jahrhunderte fast schadlos überdauert haben. Es folgt ein Einblick in die Vielfalt der traditionellen Terrakotta-Köpfe und -Figuren der Akan-Region, die seit dem frühen 17. Jahrhundert im südlichen Ghana und an der Elfenbeinküste weit verbreitet waren. Auf eindrückliche Art zeigen frühe Fotografien von Missionaren den ursprünglichen Kontext der Figuren: sie dienten als Gedenkstätten und standen als Ahnengalerien auf Gräbern. Den Schwerpunkt der Ausstellung bildet eine grosse Gruppe grandioser Holzskulpturen. Dazu gehören die Bildwerke der Hemba, die wohl zu den imposantesten afrikanischen Heroendarstellungen gehören: Die Meisterschnitzer aus der zentralen Kongo-Region schufen zu Ehren der Hemba-Chiefs kraftvolle Skulpturen von atemberaubender Eleganz. Mit der Verewigung des Klan-Vorstehers sollte die Kontinuität der Grossfamilie sichergestellt werden. Die Verbindung zwischen den Generationen symbolisiert der akzentuierte, stark hervortretende Bauchnabel, während der mächtige Kopf die Identität des Porträtierten und seine Kreativität zum Ausdruck bringt. In einem weiteren Raum werden monumentale Skulpturen aus zwei Regionen des Kameruner Graslandes vorgestellt: Lokale Könige liessen sich häufig noch zu Lebzeiten von bedeutenden Bildhauern verewigen, im Wissen, dass ihre Abbilder später bei grossen Festen vor dem Königspalast in einer Art Ahnengalerie dem Volk gezeigt würden. Frühe ethnographische Film- und Fotodokumente zeigen solche Erinnerungsfeiern und machen den ursprünglichen Kontext sichtbar. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen Gedenkfiguren der Königshöfe des Bangwa-Gebiets, die in Erinnerung an verstorbene Könige und Königsmütter entstanden sind. Sie sind in ihrer raumgreifenden Bewegtheit einzigartig in der afrikanischen Kunst, die sich sonst durch statische Strenge und Symmetrie auszeichnet.

Der letzte Teil der Ausstellung ist den Herrscherporträts der Kongo-Region gewidmet. Im frühen 19. Jahrhundert waren die benachbarten Chokwe, Luluwa und Kuba durch Handelsbeziehungen miteinander verbunden. Die drei Ethnien feierten ihre Staatengründer und mythischen Könige mit Skulpturen, die sie in Schreinen ausstellten und in Opferzeremonien verehrten. Die Mehrzahl der über 100 Exponate – aus Museen und Privatsammlungen in Europa und den USA – ist zum ersten Mal in der Schweiz zu sehen. Die hohe Qualität und Ästhetik der Auswahl sowie der umfassende Katalog, der die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit einbezieht, ist Alisa LaGamma zu verdanken, der Kuratorin für die Kunst Afrikas, Ozeaniens und Amerikas im Metropolitan Museum of Art in New York. Historische Ansichtskarten, entstanden vor über 100 Jahren, und ein Film über die Inthronisation eines Königs in Kamerun schaffen Bezüge zur Geschichte und begleiten die Schau. Wenn auch viele Einzelheiten der Lebensgeschichten und Biografien dieser «Helden» verborgen bleiben: Das künstlerische Vermächtnis bezeugt die Bedeutung dieser Menschen, denen mit diesen Werken Anerkennung gezollt wurde.

Die Ausstellung wurde in New York mit grossem Erfolg gezeigt und in der Presse gefeiert:
«Inspirierend, anrührend und hin und wieder verzückend.»

The New Yorker

«Wenn Sie denken, afrikanische Kunst sei nicht so Ihr Ding, dann gibt es jetzt eine Ausstellung, die Ihre Meinung ändern könnte. Sie ist so schön anzuschauen, wie es eine Ausstellung nur sein kann.»

New York Times

Leihgeber

Antikensammlung Basel und Sammlung Ludwig; Musée Barbier-Mueller, Genf; Ethnologisches Museum, Staatliche Museen Berlin; Museum der Weltkulturen, Frankfurt a.M.; Musée Dapper, Paris; Musée du Quai Branly, Paris; Königliches Museum für Zentralafrika, Tervuren; Museum aan de Stroom (MAS) – Etnografisch Museum, Antwerpen; Museu de História Natural, Porto; Museu Ethnográfico, Lissabon; Museu Nacional de Arqueologia, Lissabon; Brooklyn Museum, New York; Kimbell Museum of Art, Fort Worth, Texas; The Metropolitan Museum of Art, New York; Minneapolis Institute of Art, Minnesota; The Seattle Art Museum; Privatsammlungen aus Belgien, Frankreich, Schweiz und den USA.

Sponsor der Ausstellung

Mit Unterstützung von Novartis

Katalog

Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog von Alisa LaGamma herausgegeben vom Museum Rietberg Zürich, Verlag Scheidegger & Spiess
Gebunden mit Schutzumschlag
ca. 308 Seiten mit 226 farbigen und 62 s/w Abbildungen, 21,6 x 29,2 cm
ISBN 978-3-85881-348-0, ca. CHF 59.

Konzerte
Donnerstag, 8. März 2012, 19.30h

Lamin Jobarteh – Kora-Solo und Griot-Gesang aus Gambia

Freitag, 23. März 2012, 20h

Das Zürcher Kammerorchester im Museum Rietberg

Vorträge
Sonntag, 26. Februar 2012, 11h

«Enshrining Greatness through African Sculpture»

Alisa LaGamma, Kuratorin für die Kunst Afrikas, Ozeaniens und Amerika

The Metropolitan Museum of Art, New York

Mittwoch, 14. März 2012, 19.30h

«The Ancestor as Hero/Heroine»

Monica Blackmun Visonà, Professorin für Kunstgeschichte

University of Kentucky, Lexington

Mittwoch, 18. April 2012, 19.30h

«Konkurrenz um Ruhm und Ehre: Könige und Kunst im Kameruner Grasland»

Christraud M. Geary, Teel Senior Kuratorin für afrikanische Kunst

Museum of Fine Arts, Boston

Führungen und Workshops zur Ausstellung

Angebote für Erwachsene:

Öffentliche Führungen jeweils Sonntag 11h, Mittwoch, 18h, Donnerstag 12.15h

Private Führungen, Tel. +41 44 206 31 11 / 31

Workshops für Erwachsene, Kinder und Familien:

Offene Werkstatt jeden Sonntag, 10–16h

Die charismatischen Helden und ihre Taten inspirieren zu eigenen Objekten.

 

Kinderworkshop

Sonntag, 25. März 2012, 10–12.30h

Stoffe aus farbigen Bändern sind charakteristisch für die Kente-Weberei.
Mit Unterstützung von Kwadwo Asamoah entsteht Streifen um Streifen.

Sonntag, 1. April 2012, 10–12.30h

Henri Mbarga erzählt packende Geschichten. Im Atelier werden sie mit leuchtenden Farben umgesetzt.

Workshop für Grosseltern und Enkelkinder

Mittwoch, 7. März 2012, 14–16.30h

Das Geheimnis des Trommelmännchens oder wie ein Musikinstrument entsteht.

Familienworkshop

Geschichtennachmittage für gross und klein: Geschichten zur Ausstellung erzählen von Gold, Musik

und natürlich von Helden aller Art. Beim anschliessenden Werken klingt das Gehörte aus.

Mittwoch, 29. Februar, 14. März, 28. März, 11. April, 18. April, 9. Mai, 23. Mai,

jeweils von 14–15.30h.

Sonntag, 18. März 2012, 14–16.30h

Die vielfältigen Abenteuer und Gesichter der Helden werden erforscht und gestalterisch umgesetzt.

Sonntag, 6. Mai 2012, 14–16.30h

Die uralten Fabeln aus Kamerun ziehen besonders auch Kinder in ihren Bann.

Kinderbuch-Vernissage

Zur Ausstellungseröffnung erscheint zudem ein illustriertes Kinderbuch mit afrikanischen Fabeln.

Detailinformationen, Anmeldung sowie weitere Angebote, auch für Kindergarten und Schulklassen

aller Stufen, unter www.rietberg.ch .

Information und Kontakt

Museum Rietberg Zürich | Gablerstrasse 15 | CH-8002 Zürich
Tel. + 41 44 206 31 31 | F. + 41 44 206 31 32 | Infoline: Tel. + 41 44 206 31 00
museum.rietberg@zuerich.ch | www.rietberg.ch

Öffnungszeiten

Di bis So 10-17h | Mi und Do 10-20h

Eintritt

Erwachsene CHF 16 | reduziert CHF 12. Jugendliche bis 16 Jahre gratis

Anreise

Tram 7 Richtung Wollishofen bis Haltestelle «Museum Rietberg» (4 Haltestellen vom Paradeplatz). Keine Parkplätze; Behinderten-Parkplatz vorhanden.

RailAway Angebot

Mit der Bahn ins Museum Rietberg - www.railaway.ch: 20% Ermässigung auf Hin- und Rückfahrt nach Zürich HB, Transfer und Eintritt.

 




Heroes – A New Perspective on the Art of Africa

26 February to 3 June 2012

Throughout the ages, artists have taken up the challenge of representing eminent people in sculpture. Using the example of eight regions in West and Central Africa with different sculptural traditions, this exhibition shows how artists portrayed popular heroes – founders of states, outstanding warriors, or monarchs venerated by the community – who are known to us to this day through mythology, literature, oral tradition, and history. The exhibition and accompanying catalogue focus on exploring how individual subjects were treated and in so doing break new ground in research into African art. By revealing the careful and precise carving of the sculptures and the context in which they were created, the exhibition enables visitors to acquire a new perspective on artworks which represent charismatic figures and the individual in African culture.

The exhibition, which was conceived by The Metropolitan Museum of Art, New York, and is now newly staged by Museum Rietberg, presents sculptures of rulers and other eminent figures from pre-colonial times. It shows clearly that naturalism was not an exclusively European invention. With attributes such as insignia, decorative scarification, or elaborate headdresses, the artists aimed for idealised depictions of celebrated dignitaries or great hunters whose memory was revered by the members of their communities. Many of these sculptures of ancestors played a crucial role in transition rituals, for example during the accession of new chiefs, and were partly responsible for a conflict-free transfer of power. The arrival of Europeans as merchants and later as colonisers resulted in many of the sculptures being removed from their original contexts and taken into Western collections. It has only been during the last few decades that African representations of individuals have been recognised and admired as timeless works of art. 2

Plan of the Exhibition

To emphasise the global, timeless aspect of these figures, the exhibition opens with the statue of a wealthy civil servant from an ancient Egyptian burial chamber, alongside representations of Roman emperors and of Edo kings from the city of Benin. These juxtapositions show that idealised images of such important individuals are celebrated in both classical antiquity and in courtly African art. The exhibition itself starts with early Yoruba court art from the city of Ife (12th – 15th century). These terracotta and bronze works depict princes and queen mothers in an idealised naturalism. By the fifteenth century, the neighbouring Edo at the court of Benin adopted this art of portraiture for their kings, whereby the human depiction acquires a more austere and more stylised expression. Here, too, works made of clay, ivory and brass dominate – materials which, unlike wood, have survived the centuries almost unscathed.

Next, visitors are introduced to the traditional terracotta heads and figures from the Akan region that were commonly placed on grave sites in southern Ghana and Côte d’Ivoire from the early seventeenth century onwards. Early photographs by missionaries give a good impression of how these memorials with their galleries of ancestors must have looked.

At the centre of the exhibition are majestic wood sculptures. These include works by the Hemba, which are perhaps the most imposing African heroes: the master-carvers from the central Congo region created powerful sculptures of breathtaking elegance to honour the Hemba chiefs. With this immortalisation of a chief the continuity of the family clan was assured. The link between the generations is emphasised by the prominent umbilicus while the powerful head is the locus of identity and individual creativity.

In the next room monumental sculptures from two regions of the Cameroon Grassfields are displayed: local rulers would often commission sculptures of themselves from important artists, in the knowledge that their images would later be shown to the people during great memorial celebrations in front of the royal palace in the gallery of ancestors. Early ethnographic film and photographic documents impressively show the context in which these figures served.

Among the other highlights of the exhibition are memorial figures which commemorated deceased kings and queen mothers. At the royal courts of the Bangwa region sculptures were created whose power and vitality were unique in African art. What is unusual in these figures is their towering, dynamic presence which contrasts with the static austerity often found in African art. 3

The last part of the exhibition is dedicated to the princely sculptures of the Congo region. In the early nineteenth century, the neighbouring Chokwe, Luluwa, and Kuba were connected through trade relations. The three ethnic groups celebrated the founders of their states and mythical kings with sculptures which were exhibited in shrines and regularly honoured in sacrificial ceremonies.

The majority of the more than 100 exhibits – from museums and private collections in Europe and the United States – are being shown in Switzerland for the first time. Responsible for the outstanding quality and beauty of the selected artworks, and for the extensive catalogue which includes the latest scientific research, is Alisa LaGamma, Curator of the Department of the Arts of Africa, Oceania and the Americas at The Metropolitan Museum of Art, New York. Displays of postcards from more than a century ago, along with a film about the enthronement of a king in Cameroon, provide an accompaniment for visitors as they explore the exhibition. Even though many details of the life stories of these heroes remain unknown, the artistic legacy is testimony to the importance of the individuals who were honoured and celebrated in these sublime sculptures.

Lenders

Antikensammlung Basel und Sammlung Ludwig; Musée Barbier-Mueller, Genf; Ethnologisches Museum, Staatliche Museen Berlin; Museum der Weltkulturen, Frankfurt a.M.; Musée Dapper, Paris; Musée du Quai Branly, Paris; Königliches Museum für Zentralafrika, Tervuren; Museum aan de Stroom (MAS) – Etnografisch Museum, Antwerpen; Museu de História Natural, Porto; Museu Ethnográfico, Lissabon; Museu Nacional de Arqueologia, Lissabon; Brooklyn Museum, New York; Kimbell Museum of Art, Fort Worth, Texas; The Metropolitan Museum of Art, New York; Minneapolis Institute of Art, Minnesota; The Seattle Art Museum; Privatsammlungen aus Belgien, Frankreich, Schweiz und den USA.

Sponsor of the Exhibition

With the support of Novartis

Catalogue

The exhibition is accompanied by a richly illustrated catalogue by Alisa LaGamma

Edited by Museum Rietberg Zürich, published by Verlag Scheidegger & Spiess

Cloth, with dustjacket

c. 308 pages with 226 colour and 62 black and white illustrations, 21.6 x 29.2 cm

ISBN 978-3-85881-348-0, c. CHF 59 4

Concerts

Thursday, 8 March 2012, 19.30h Lamin Jobarteh – solo kora and griot singing from Gambia

Friday, 23 March 2012, 20h The Zurich Chamber Orchestra at Museum Rietberg

Talks

Sunday, 26 February 2012, 11h

‘Enshrining Greatness through African Sculpture’

Alisa LaGamma, Curator, Department of the Arts of Africa, Oceania and the Americas,

The Metropolitan Museum of Art, New York

Wednesday, 14 March 2012, 19.30h

‘The Ancestor as Hero/Heroine’

Monica Blackmun Visonà, Professor of Art History

University of Kentucky, Lexington

Wednesday, 18 April 2012, 19.30h

‘Competition for Glory and Honour: Kings and Art in the Cameroon Grassfields’ (in German)

Christraud M. Geary, Teel Senior Curator of African and Oceanic Art,

Museum of Fine Arts, Boston

Guided Tours and Workshops

Programme for adults:

Public Guided Tours every Sunday 11h, Wednesday 18h, Thursday 12.15h

Private Guided Tours, Tel. +41 44 206 31 11 / 31

Workshops for adults, children and families:

Open Workshop every Sunday, 10–16h

The charismatic heroes and their deeds inspire participants to make their own objects. 5

Children’s Workshop

Sunday, 25 March 2012, 10–12.30h

Fabrics made from interwoven multicoloured cloth strips are characteristic of Kente weaving.

With the help of Kwadwo Asamoah, fabrics are woven strip by strip.

Sunday, 1 April 2012, 10–12.30h

Henri Mbarga tells enthralling tales. Participants will illustrate them in bright colours.

Workshop for Grandparents and Grandchildren

Wednesday 7 March 2012, 14–16.30h

The Secret of the Little Drummer, or the making of a musical instrument.

Family Workshop

Storytelling afternoons for young and old: stories accompanying the exhibition tell of gold, music and of course of heroes of all kinds. Participants can then make their own craftworks to illustrate the stories.

Wednesday 29 February, 14 March, 28 March, 11 April, 18 April, 9 May, 23 May,

14–15.30h.

Sunday, 18 March 2012, 14–16.30h

The many adventures and qualities of the heroes are explored and

used to inspire craftworks by participants.

Sunday, 6 May 2012, 14–16.30h

The ancient legends from Cameroon cast their magic spell, especially for children.

Children’s Book Launch

An illustrated children’s book on African legends is published to coincide with the opening of the exhibition. For full details, booking, and other offers, especially for kindergartens and school classes of all levels, see www.rietberg.ch 

Information and contact

Museum Rietberg Zürich | Gablerstrasse 15 | CH-8002 Zürich

Tel. + 41 44 206 31 31 | F. + 41 44 206 31 32 | Infoline: Tel. + 41 44 206 31 00

museum.rietberg@zuerich.ch  | www.rietberg.ch 

Opening hours: Tues–Sun 10–17.00 | Wed and Thu 10–20.00

Admission: adults CHF 16 | reduced CHF 12 | up to the age of 16 free

Access: Tram 7 (direction Wollishofen) to the «Museum Rietberg» stop (4 stops from «Paradeplatz»). No parking; disabled parking available.

RailAway offer: By train to Museum Rietberg – www.railaway.ch 

10% reduction for train tickets, transfer and admission.


Les héros – un nouveau regard sur l’art de l’Afrique

Du 26 février au 3 juin 2012

A toutes les époques, des artistes ont voulu relever ce défi: représenter de personnalités importantes sous forme de sculptures. L’exposition montre, à l’exemple de huit régions d’Afrique occidentale et centrale, comment les artistes représentaient ces personnages qui se sont illustrés comme fondateurs d’un Etat, guerriers héroïques ou monarques vénérés par le peuple, et dont la mémoire nous a été conservée jusqu’à ce jour par la mythologie, la littérature, la tradition orale ou l’histoire. L’exposition et le catalogue qui l’accompagne analysent la représentation du caractère individuel dans ces sculptures et marquent ainsi un jalon dans l’étude de l’art de l’Afrique. En mettant en évidence l’élaboration soignée jusque dans les moindres détails de ces sculptures et le contexte dans lequel elles ont vu le jour, elle permet aux visiteurs de jeter un nouveau regard sur ces oeuvres qui révèlent la personnalité de ces êtres au caractère bien trempé, autrement dit l’individualité dans la culture africaine.

Cette exposition conçue par le Metropolitan Museum of Art de New York et nouvellement mise en scène par le Musée Rietberg présente des sculptures de souverains et d’autres personnalités marquantes de l’époque précoloniale. Elle montre clairement que le naturalisme n’était nullement l’apanage des Européens. Au moyen d’attributs tels que des insignes, des scarifications ou des coiffures aux formes élaborées, les artistes se rapprochaient du portrait idéal d’un dignitaire adulé par ses sujets ou d’un chasseur émérite, dont la mémoire était honorée par les habitants de ces communautés. Bon nombre de ces portraits d’ancêtres jouaient un rôle essentiel dans les rituels de passation, notamment lors de la succession au trône, et garantissaient en outre une transmission sans heurt du pouvoir. Du fait de l’arrivée des Européens, d’abord venus faire du commerce, puis coloniser le continent africain, maintes sculptures commémoratives furent 2

arrachées à leur contexte originel et aboutirent dans des collections occidentales. Ce n’est qu’au cours des dernières décennies que la statuaire africaine a fini par être reconnue et admirée en tant que création artistique intemporelle.

Structure de l’exposition

Afin de souligner le caractère universel et intemporel de ces oeuvres, dès l’entrée de l’exposition, le visiteur se retrouvera confronté à une statue en pied d’un couple de nobles fonctionnaires provenant d’une chambre funéraire de l’ancienne Egypte, à des bustes d’empereurs romains ainsi qu’à des portraits de rois de l’ancienne capitale du Bénin, Edo. Cette confrontation nous montre que l’image idéalisée de ces personnages importants est célébrée de la même façon dans l’Antiquité classique et dans l’art des royautés africaines. L’exposition proprement dite commence par l’art de l’ancienne Cour des Yoruba, établie dans la ville d’Ifé (XIIe – XVe siècle). Ces oeuvres réalisées en terre cuite et en bronze, qui représentent des portraits de souverains et de leurs mères, témoignent d’un naturalisme idéalisé. A partir du XVe siècle, le peuple Edo voisin reprit cet art du portrait pour commémorer ses rois, bien que ces effigies aient un caractère plus fortement stylisé et plus austère. Là encore, les oeuvres réalisées en terre cuite, en ivoire et en laiton dominent – des matériaux qui ont survécu presque sans dommage durant des siècles, contrairement aux sculptures en bois.

Le visiteur pourra ensuite se faire une idée de la diversité des têtes et des figures en terre cuite traditionnelles du territoire akan, qui étaient largement répandues depuis le début du XVIIe siècle sur les sépultures du sud du Ghana et de la Côte d’Ivoire. D’anciennes photographies prises par des missionnaires montrent de manière particulièrement intéressante ces lieux de commémoration avec leurs «galeries d’ancêtres».

De magnifiques sculptures en bois constituent le clou de l’exposition, et notamment les statues commémoratives des héros du peuple Hemba, qui comptent sans doute parmi les plus monumentales de l’art africain. Les sculpteurs sur bois du centre du Congo ont créé de puissantes oeuvres, d’une élégance absolument remarquable, pour rendre hommage à leurs chefs coutumiers. En immortalisant son chef, la continuité du clan était assurée. Le nombril protubérant souligne la relation entre les générations tandis que la tête imposante est le siège de l’identité et de la créativité individuelle.

Dans une autre salle, on pourra voir des sculptures monumentales de deux régions de la savane camerounaise: les rois locaux se faisaient souvent immortaliser de leur vivant dans des portraits réalisés par des sculpteurs renommés, sachant que ces effigies seraient présentées au peuple dans la «galerie des ancêtres» après leur mort, à l’occasion des grandes fêtes commémoratives 3

ayant lieu devant le palais royal. D’anciens films documentaires ethnographiques et des photographies illustrent de manière impressionnante le contexte dans lequel ces figures étaient utilisées.

Les statues commémoratives qui servaient à honorer la mémoire des rois défunts et de leurs mères comptent parmi les temps forts de l’exposition. Dans les cours royales de la région de Bangwa, les sculpteurs créèrent des formes puissantes et pleines de vie, qui sont absolument uniques dans l’art africain. Ces figures présentent notamment un mouvement dynamique qui rompt avec le hiératisme habituel.

La dernière partie de l’exposition est consacrée aux portraits de souverains de la région du Congo. Au début du XIXe siècle, les royaumes de Chokwe, Luluwa et Kuba entretenaient des relations commerciales étroites en tant que voisins. Les trois ethnies célébraient les fondateurs de leurs Etats et leurs rois mythiques au moyen de sculptures qui étaient exposées dans des reliquaires et régulièrement vénérées au cours de cérémonies sacrificielles.

La plupart des pièces exposées – plus de cent objets provenant de musées et collections privées d’Europe et des Etats-Unis – sont présentées pour la première fois en Suisse. Nous devons la haute qualité esthétique des oeuvres sélectionnées ainsi que le catalogue exhaustif, qui intègre les toutes dernières découvertes scientifiques, à Alisa LaGamma, conservatrice du département des arts d’Afrique, d’Océanie et des Amériques au Metropolitan Museum of Art de New York. En parcourant l’exposition, le visiteur découvrira des cartes postales réalisées il y a plus de cent ans ainsi qu’un film sur l’intronisation d’un roi au Cameroun. Quand bien même de nombreux détails de l’histoire individuelle et des biographies de ces «héros» africains restent obscurs, ce patrimoine artistique témoigne de l’importance de ces personnages auxquels on a rendu hommage au moyen de ces oeuvres.

Prêts

Antikensammlung Basel und Sammlung Ludwig; Musée Barbier-Mueller, Genève; Ethnologisches Museum, Staatliche Museen Berlin; Museum der Weltkulturen, Frankfurt a.M.; Musée Dapper, Paris; Musée du Quai Branly, Paris; Musée royal de l’Afrique centrale, Tervuren; Museum aan de Stroom (MAS) – Etnografisch Museum, Anvers; Museu de História Natural, Porto; Museu Ethnográfico, Lisbonne; Museu Nacional de Arqueologia, Lisbonne; Brooklyn Museum, New York; Kimbell Museum of Art, Fort Worth, Texas; The Metropolitan Museum of Art, New York; Minneapolis Institute of Art, Minnesota; The Seattle Art Museum; collections privées de Belgique, de France, de Suisse et des Etats-Unis.

Sponsor de l’exposition

Exposition réalisée avec le soutien de Novartis

Catalogue

A l’occasion de l’exposition, un catalogue richement illustré, réalisé par Alisa LaGamma et publié par le Musée Rietberg de Zurich, paraîtra aux éditions Scheidegger & Spiess.

Ouvrage relié avec jaquette

Env. 308 pages et 226 ill. en couleurs et 62 ill. n/b, 21,6 x 29,2 cm

ISBN 978-3-85881-348-0

Env. 59 CHF

Concerts

Jeudi 8 mars 2012, 19 h 30 Lamin Jobarteh – solo de kora et chants des griots de Gambie

Vendredi 23 mars 2012, 20 h L’Orchestre de chambre de Zurich au Musée Rietberg

Conférences

Dimanche 26 février 2012, 11 h

«Enshrining Greatness through African Sculpture»

Alisa LaGamma, conservatrice du département de l’Afrique, de l’Océanie et des Amériques

The Metropolitan Museum of Art, New York

Mercredi 14 mars 2012, 19 h 30

«The Ancestor as Hero/Heroine»

Monica Blackmun Visonà, professeure d’histoire de l’art

University of Kentucky, Lexington

Mercredi 18 avril 2012, 19 h 30

«Konkurrenz um Ruhm und Ehre: Könige und Kunst im Kameruner Grasland»

Christraud M. Geary, Teel Senior Curator du département d’art africain

Museum of Fine Arts, Boston

Visites guidées et ateliers en relation avec l’exposition

Offres pour les adultes:

Visites guidées publiques tous les dimanches à 11 h, le mercredi à 18 h, le jeudi à 12 h 15

Visites guidées privées, tél. +41 44 206 31 11 / 31

Ateliers pour les adultes, les enfants et leurs familles:

Atelier ouvert tous les dimanches, de 10 à 16h

Les héros charismatiques et leurs hauts faits inspirent la création d’objets propres.

Atelier pour les enfants

Dimanche 25 mars 2012, de 10 h à 12 h 30

Les étoffes faites de bandes colorées sont caractéristiques du tissage du Kente.

Assistés par Kwadwo Asamoah, les enfants tisseront des étoffes, bande après bande.

Dimanche 1er avril 2012, de 10 h à 12 h 30

Henri Mbarga raconte des histoires passionnantes. Au cours de cet atelier, elles seront transposées en couleurs lumineuses.

Atelier pour les grands-parents et leurs petits-enfants

Mercredi 7 mars 2012, de 14 à 16 h 30

Le secret du tambour ou comment naît un instrument de musique.

Atelier pour les familles

Des après-midis ou seront contées des histoires pour les grands et les petits – des histoires relatives à l’exposition qui parlent d’or, de musique, et naturellement, de héros de toutes sortes. Les travaux réalisés ensuite s’inspireront de ces récits.

Mercredi 29 février, 14 mars, 28 mars, 11 avril, 18 avril, 9 mai, 23 mai,

de 14 h à 15 h 30.

Dimanche 18 mars 2012, de 14 h à 16 h 30

Au cours de cet atelier, les multiples aventures et visages des héros seront analysés et transposés de manière artistique.

Dimanche 6 mai 2012, de 14 h à 16 h 30

Les fables très anciennes du Cameroun enchanteront tout particulièrement les enfants.

Vernissage de livres d’enfants

A l’occasion de l’ouverture de l’exposition paraîtra en outre un livre d’enfants illustré renfermant des fables africaines. Informations détaillées, inscriptions et autres offres pour les jardins d’enfants et les classes d’école de tous niveaux sous www.rietberg.ch .

Information et contact

Museum Rietberg Zürich | Gablerstrasse 15 | CH-8002 Zürich

T. + 41 44 206 31 31 | F. + 41 44 206 31 32 | Infoline: + 41 44 206 31 00 |

museum.rietberg@zuerich.ch  | www.rietberg.ch 

Heures d’ouverture: ma – di 10 – 17 h | me/je 10 – 20 h

Entrée: adultes CHF 16 | réduit CHF 12 | entrée libre jusqu’à 16 ans

Accès: Tram nº 7 (en direction de Wollishofen) jusqu’à l’arrêt

«Museum Rietberg» (4e station après Paradeplatz).

Pas de places de stationnement, sauf pour les handicapés.

Offre RailAway: Venir en train jusqu’au Musée Rietberg: www.railaway.ch  10% Réduction sur le trajet en train, transfert et billet d’entrée.


segnala:


Museum Rietberg

HELDEN
EIN NEUER BLICK
AUF DIE
KUNST AFRIKAS

26. 02. - 3. 06. 2012
 

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Gablerstrasse 15
CH-8002 Zürich
Switzerland

Tel. + 41 (0)44 206 31 31
Fax + 41 (0)44 206 31 32
 
 

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updated 05.07.16



 

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